High-End 2013 in München

Onda Ligera

in einem unscheinbaren, ca. 20m² großen Raum befand sich der Hörraum von Onda Ligera, inmitten des Trubels der Halle 4. Unscheinbar von außen. Hier zeigt sich, dass dem recht neuem Unternehmen noch Messe- und Präsentationserfahrung fehlen. Dieses macht es allerdings mit seinen Produkten, in denen intensive Forschung steckt, wett.

Wave 168D

Onda Ligera Wave 168D

Der erste Eindruck erweckt einen recht klassischen Lautsprecher. Andere Unternehmen zeigen hier mehr Mut zum Design. Dennoch überzeugt der Wave 168D durch seine saubere Verarbeitung, optisch und haptisch. Beeindruckend auch das Gewicht des Kolosses – stolze 100 kg bring er auf die Wage. Design steht hier nicht im Vordergrund.

Auf der Messe in schlichtes, klavierlackweiß gehaucht stand er und ließ die Musik zu einem Erlebnis werden.

Die Sandwichbauweise verhindert Schwingungen des Gehäuses, ein mutiges Handauflegen bestätigt dies. Vibrationen sind selbst bei hohem Pegel und tiefen Bässen nicht vorhanden.

Der Bass spielt extrem trocken, trotz seiner Bauweise. Die Eigenentwicklung ist ein Mix zwischen Bassreflex und geschlossener Box, und kann individuell an die Hörgewohnheiten und den Raum angepasst werden. Nicht der üblich Klang eines Bassreflexgehäuses. Voluminös, schnell und trocken. Hier haben die Entwickler stolze Arbeit geleistet.

Der Mittel- und Hochton ist sauber, und kristallklar. Stets vorhanden, kann es sich gegen den Bass behaupten. Hierbei spielt es keine Rolle ob Jazz, Klassik oder etwas Moderneres – Er bleibt stets neutral.

Eine sehr wichtige Eigenschaft blieb bisher jedoch noch betrachtetet. Trotz seines opulenten Auftretens gelingt es diesem Lautsprecher akustisch unsichtbar zu werden. Dies gelingt Onda Ligera wie kaum einem zweitem.

Onda Ligera

Wave 18

Auch der kleinere Bruder der Wave 168D, die Wave 18, setzt auf die Bassreflex Technik, mit diversen Einstellmöglichkeiten um den Bass an den Raum und die Hörgewohnheiten anzupassen, ähnlich wie bei seinem großem Bruder.

Auch die Wave18 macht keine großen Design Quantensprünge und ist eher als normaler Lautsprecher anzusehen. Klanglich sind die Unterschiede zum großen Bruder marginal. Der Bass ist etwas weniger voluminös, dennoch immer vorhanden, präzise und "schnell" und trocken. Der Mittelhochton ist wie vergleichbar mit der Wave 168D, und lässt keine Wünsche mehr offen.

Auch der Wave 18 löst den Klang fast vollständig vom Lautsprecher, und stellt diesen in den Raum.