Klangoptimierung Mercedes-Benz S-Klasse W140

Ausgangssituation

Fahrzeug: Mercedes Benz S-Klasse der Baureihe 140

Das originale Soundsystem der BR140 (hierzu zählen der W140 'kurzer Radstand', V140 'langer-Radstand' und C140 'Coupé') besteht aus insgesamt 8 Chassis die den Innenraum mäßig gut beschallen. Im Einzelnen sind dieses:

  • 2 Hochtöner im Armaturenbrett

  • 2 Mitteltöner in den vorderen Türen

  • 2 Tieftöner in den vorderen Türen

  • 2 Breitbänder in der Heckablage

Hauptproblem sind, neben den qualitativ schlechten Hochtöner, die Frequenzen, die die Chassis (Lautsprechern) wiederzugeben haben.

Beispielsweise erhalten die Breitbänder das volle Frequenzspektrum. So ist es nicht verwunderlich, dass diese im oberen Bereich (>4000 Hz) unschöne Peaks generieren. Unter diesem Bereich spielt er jedoch sehr linear.

Die 3-Wege Kombination in den vorderen Türen ist eine sehr solide Basis – leider hat hier der Rotstift Einzug gehalten, und es wurde keine Frequenzweiche verbaut. Die beiden Chassis bekommen wie der Breitbänder das selbe volle Frequenzspektrum ab. Somit erlischt auch hier der Traum vom schönen Klang.

Leider sind die originalen Hochtöner von einer Qualität, dass es sich nicht lohnt hier näher ins Detail zu gehen.

Klang vor der Optimierung

Im Originalzustand klingt das System besser, als es in vielen aktuellen Fahrzeugen der Fall ist. Auf den vorderen Plätzen lässt sich eine Bühne erahnen, allerdings sitzt diese in Höhe der Knie.

Nimmt man jedoch im Fond Platz, nervt Sound sehr schnell. Der plärrige Breitbänder schreit dem Passagier ins Ohr, und sorgt nach kurzer Zeit für Kopfschmerzen.

Wird beispielsweise Beethovens 9. wiedergegeben, verschwimmt alles zu einem Einheitsbrei, der Chor ist nicht zu verstehen.

Optimierung

Die Chassis wurden einzeln ausgemessen, und individuelle Frequenzweichen entwickelt und verbaut. Somit entfallen nervige Peaks, und die einzelnen Chassis spielen sehr linear.

Die vorderen Hochtöner wurden gegen qualitativ höherwertige ausgetauscht, ebenfalls wurden die hinteren Breitbänder um einen Hochtöner erweitert.

Um dem nun entstandenen Konzertsaal noch das nötige Bassfundament zu gewähren wurden 2 16er Bässe in die Hutablage implementiert Diese werden durch eine separaten Endstufe mit der notwendigen Energie gespeist.

Klangergebnis nach der Optimierung

Der nun entstandene Klang steht in keinem Verhältnis zur Ausgangssituation. Die Bässe sind straff und druckvoll, die Bühne liegt nun in Höhe der Windschutzscheibe. Der Einheitsbrei gehört der Vergangenheit an. Seidig weiche, transparente und kristallklare Höhen runden das ganze ab.

 

Bei Beethovens 9. ist jedes Wort des Chors zu verstehen. Es ist, als stünde dieser direkt in der Windschutzscheibe. Tiefe Paukenschläge donnern durch das Fahrzeug, kurz, und Präzise. Und selbst bei höheren Pegeln, großem Orchester und Chor ist das klingen einer Triangel glasklar herauszuhören.

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